Die Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehren des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald fanden sich anlässlich der Hauptversammlung der Kreisjugendfeuerwehr am Samstag, den 2. Dezember 2017 in Eschbach ein. Die Teilnehmeranzahl von ca. 180 Personen übertraf die Erwartungen der Veranstalter.

Unter den Anwesenden waren neben den Angehörigen der Feuerwehren und Jugendfeuerwehren auch Frau Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Kreisbrandmeister Alexander Widmaier, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Christoph Zachow nebst seinen beiden Stellvertretern Gotthard Benitz und Karlheinz Thoma sowie sein Vorgänger Markus Riesterer als Ehrenvorsitzender. Ebenfalls anwesend war der ehemalige Kreisjugendleiter Gerhard Pfeiffer sowie der Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg, Gerhard Lai. Von der Gemeinde Eschbach war deren Bürgermeister, Mario Schlafke, anwesend.

Bürgermeister Mario Schlafke stellte fest, dass die Jugendfeuerwehren wichtig für die Entwicklung der Jugendlichen sind, da sie dort gesellschaftliche Werte vermittelt bekommen und in den Jugendfeuerwehren Spaß und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten wird. Neben der Ausbildung hinsichtlich der Feuerwehrtechnik und dem Brandschutz werden Teamfähigkeit, Kameradschaft, Pflichtbewusstsein, sportliche Leistungsfähigkeit, Einsatzbereitschaft für die Allgemeinheit sowie Dienst für und am Nächsten in der Jugendfeuerwehr gelebt und vermittelt, so Schlafke. Er sagte, dass er stolz auf die Jugendfeuerwehr seiner Gemeinde sei und die Leistungen und Zahlen der Jugendfeuerwehren allgemein für sich sprächen. Den Verantwortlichen dankte er für deren Engagement für die Kinder und Jugendlichen, denen die Betreuer und Jugendleiter Vorbilder sind.

Die Schriftführerin, Ilona Kirner, berichtete aus der Statistik. Danach gibt es 8 Kindergruppen (6-10 Jahre) mit insgesamt 136 Kindern, die von 12 Leitern und 14 Betreuern geführt werden. In den 47 Jugendfeuerwehren sind 1.106 Kinder und Jugendliche Mitglieder, davon 274 Mädchen. Die 47 Jugendleiter werden von 48 Stellvertretern und 313 Betreuern unterstützt. Frau Kirner bedankte sich bei allen für ihr Engagement in den Jugendfeuerwehren. Weiterhin berichtete sie vom Jugendsprechertreffen im Januar in Kirchzarten, bei dem zwei Kreisjugendsprecher und zwei Stellvertreter (je 1 männlich und 1 weiblich) gewählt wurden. Moritz Böhnlein und Tamara Pfaff bekleiden seither die Ämter des Kreisjugendsprechers bzw. der Kreisjugendsprecherin. Im Mai fand der Wertungsrichterlehrgang in Kirchzarten statt. Ebenfalls im Mai wurde der Jugendflamme-Lehrgang durchgeführt. Das Fußballturnier fand im Juni in Oberried statt. Kurz darauf nahmen dann die Mannschaften aus Schallstadt am Landesentscheid zum Bundeswettbewerb in Nürtingen teil. Ebenfalls in Kirchzarten wurde Ende Juli das Kreiszeltlager veranstaltet, in dessen Rahmen die Abnahme der Leistungsspange und der Pokalwettbewerb erfolgte. Der Sternmarsch wurde im September in Freiburg abgehalten. Daran beteiligten sich 28 Jugendgruppen und 3 Kindergruppen. Der Jugendgruppenleiterlehrgang fand im Oktober und November in Titisee-Neustadt statt. Im November wurde die Abnahme der Jugendflamme in Pfaffenweiler durchgeführt.

Die Bereichssprecher der fünf Bereiche berichteten im Rahmen ihrer Vorträge über deren Tätigkeiten. In den Bereichen wurden Besprechungen mit den einzelnen Jugendfeuerwehren abgehalten. Des Weiteren ging es unter anderem um die Themen Mitgliederwerbung und Teambildung unter den Jugendleitern. Die Jugendfeuerwehren des Bereichs Dreisamtal bereiteten Spiele für die Wettbewerbe während des Zeltlagers in Kirchzarten vor. Am Zeltlager in Kirchzarten nahmen über 670 Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Landkreis teil. Kindergruppen waren zusätzlich am Samstag anwesend. In Breisach, Eschbach und Ehrenkirchen wurde je eine 24-Stunden-Übung abgehalten. Einige Jugendfeuerwehren beteiligten sich auch an der Feuerwehrwurst-Aktion von Edeka. In den Berichten der Bereiche wurde deutlich, dass der Anhänger für Brandschutzerziehung des Kreisfeuerwehrverbandes für die zukünftigen Termine in den Bereichen bereits fest eingeplant ist. Im Hochschwarzwald wurde Roland Vogelbacher nach 19 Jahren im Amt des Bereichssprechers abgelöst. Am Titisee wurde von den Jugendfeuerwehren des Hochschwarzwaldes die Aktion „Jugend Hilft“ durchgeführt, deren Erlös dem Kinderhospiz in Lenzkirch zugute kam. Am Feldberg wurde im Rahmen des Familienbergfestes eine Großübung mehrerer Jugendfeuerwehren abgehalten, die 500 Zuschauer verfolgten.

Corinna Nopper berichtete von den Kindergruppen in den Jugendfeuerwehren. Die Kinder werden dort spielerisch auf die Jugendfeuerwehr vorberietet. Thematisch geht es um Brandschutz, Verkehrserziehung, Umwelt- und Naturschutz in den Gruppenabenden. Des weiteren zielt die Arbeit auf die Förderung der sozialen Kompetenzen der Kinder ab. Die Kindergruppenleiter treffen sich regelmäßig im Rahmen der Jugendwarte-Dienstbesprechungen und können sich dort austauschen. Die Rückmeldungen der Jugendfeuerwehren mit Kindergruppen in Bezug auf die Erfahrungen mit den Kindern sind durchweg positiv.

Tamara Pfaff berichtete von den Tätigkeiten der Jugendsprechern. Es fand neben den Terminen im Kreis auch ein Treffen mit den Jugendsprechern aus Freiburg statt. Ebenfalls waren die Jugendsprecher am Kreisjugendwartseminar in Bruchsal im Frühjahr und Herbst 2017 dabei. Die Jugendsprecher betonten, dass sie sich gerne mehr in die Aktivitäten der Kreisjugendfeuerwehr einbringen möchten.

Daniela Leber trug den Kassenbericht des abgelaufenen Jahres vor. Die Kasse wurde kommissarisch geführt, da lange Zeit kein Kassierer gefunden werden konnte, bis Daniela Leber in das Amt eintragt. Marco Morath führte die Kasse solange. Rainer Brinkmann berichtete im Anschluss von der Kassenprüfung und schlug die Entlastung der Kassenführer Marco Morath und Daniela Leber vor. Dem Vorschlag schloss sich die Versammlung einstimmig an.

Walter Kistler berichte von den Tätigkeiten des Kreisjugendleiters seit der letzten Versammlung. Er stellte fest, dass – obwohl der Ausschuss der Kreisjugendfeuerwehr fast vollständig neu besetzt wurde – wieder zahlreiche Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt werden konnten. Die Jugendfeuerwehr Schallstadt qualifizierte sich beim Landesentscheid in Nürtingen mit einer Mannschaft für den Bundesentscheid im Bundeswettbewerb in Falkensee bei Berlin und hat dort mit einem respektablen Ergebnis teilgenommen.

Walter Kistler bedankte sich beim Kreisfeuerwehrverband sowie beim Landratsamt für die finanzielle und personelle Unterstützung, ohne die die Tätigkeiten der Kreisjugendfeuerwehr für die Jugendfeuerwehren im Landkreis nicht möglich wären.

Weiterhin mahnte er an, dass Seminare wie gebucht auch besucht werden, damit keine Plätze unbesetzt bleiben. Der Jugendgruppenleiterlehrgang wurde erfolgreich unter neuer Besetzung durchgeführt und mit positiver Resonanz abgeschossen.

Walter Kistler bedankte sich bei allen Mitgliedern des Kreisjugendfeuerwehrausschusses für das Engagement in den jeweiligen Ämtern im vergangenen Jahr.

Christoph Zachow stellte fest, dass trotz des personellen Umbruchs nach der letzten Hauptversammlung die anstehenden Veranstaltungen wieder ordentlich durchgeführt werden konnten und bedankte sich für die hervorragende Arbeit für die Kinder und Jugendlichen im Landkreis. Nach seinem Grußwort schlug Christoph Zachow die Entlastung des Kreisjugendfeuerwehrausschusses und des Kreisjugendfeuerwehrleiters vor, dem die Versammlung einstimmig folgte.

Die Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg konnte für ihre Verdienste für die Jugendfeuerwehren an sechs Feuerwehrmitglieder verliehen werden. Diese Auszeichnung erhält, wer sich über das gewöhnliche Maß hinaus für die Jugendfeuerwehr engagiert und viele Jahre im Rahmen der Jugendfeuerwehr tätig ist.

Die Landrätin, Frau Dorothea Störr-Ritter, bedankte sich für das Engagement der Jugendleiter und Betreuer und richtete die Grüße des Kreistages aus. Weiterhin stellte sie die Bedeutung der Kindergruppen fest, um Kinder schon frühzeitig für die Feuerwehr zu begeistern und als Nachwuchs für die Feuerwehren zu gewinnen. Gleichfalls sei es auch wichtig Frauen für die Feuerwehren zu gewinnen. Frau Störr-Ritter wies darauf hin, dass die Jugendarbeit für den Landkreis auch wichtig sei, weil der Landkreis immer eintreten muss, wenn etwas nicht richtig laufe. Da ist die soziale Arbeit der Jugendfeuerwehr wichtig, um die Kinder und Jugendlichen schon früh abzuholen und eine Linie für das Leben vorzugeben, sodass es gar nicht erst dazu kommt, dass der Landkreis reagieren muss. So werden starke Persönlichkeiten für das spätere Erwachsenenleben gestaltet.

Gerhard Lai als Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes richtete die Grüße des Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Frank Knödler, und des Landesjugendleiters, Thomas Häfele, aus. Er betonte, dass die Jugendfeuerwehren einen hohen Stellenwert genießen, da die Jugendfeuerwehren die Grundlage für den Fortbestand der Feuerwehren im Landkreis sind. Er freute sich darüber, dass nahezu alle Gemeinden im Landkreis nun eine Jugendfeuerwehr haben. Weiterhin stellte er fest, dass die Teilnehmerzahlen bei den Veranstaltungen für sich sprechen und die offensichtlich funktionierende Arbeit im Landkreis bestätigen.

Karlheinz Thoma wurde für seine außerordentlichen Verdienste für die Jugendfeuerwehren mit der Ehrenmedaille in Gold des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Als Jugendwart, Kreisjugendwart, als Organisator des Landesjugendfeuerwehrtages in Breisach, als Regionalvertreter, als Fachgebietsleiter Wettbewerbe bei der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg sowie bei seinen Tätigkeiten auf Bundesebene zeichnete sich Karlheinz Thoma überregional über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg aus.

Fabian Schmiderer überbrachte die Grüße der Feuerwehr Freiburg. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und gab einige Details zu den kommenden Veranstaltungen bekannt.

Marco Morath stellte den neuen Werbefilm der Jugend-Hilfsorganisationen Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz und DLRG-Jugend vor, an dem sich die Kreisjugendfeuerwehr beteiligt hat und der nun von den Jugendfeuerwehren genutzt werden kann.

Walter Kistler bedankte sich abschließend bei der Jugendfeuerwehr Eschbach für die Ausrichtung der Hauptversammlung und schloss die Versammlung.

Text/Fotos: Marco Morath (FGL Öffentlichkeitsarbeit)

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